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3 - Rolle in der Gesamtwirtschaft
In den Kapitel blättern: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11

3.1 - Finanzierung von Investitionen
3.2 - Vereinfachung von
        Kapitalbildung?

3.3 - Finanzmarkt vs. Realmarkt
3.4 - Fristentransformationsfunktion
3.5 - Problematische Effekte der
        Finanzmärkte





Themenübergreifende Texte


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3.5 - Problematische Effekte der Finanzmärkte



Neben den zahlreichen positiven Eigenschaften, welche
Finanzmärkte besitzen, sind ihnen auch zahlreiche nega-
tive Strukturen zu eigen, wie die Asienkrise im 1997 oder
die Krise in Argentinien 2003 zeigten.

Die stark deregulierten und neoliberal umgebauten Finanz-
märkte sind instabil, bergen große Risiken für Anleger
und Währungssysteme, werden von privaten, nicht demo-
kratisch legitimierten Akteuren wie der BIZ (vgl. 5.3), Spe-
kulanten oder institutionellen Anlegern gelenkt. Sie wirken
wie eine riesige Umverteilungsmaschine zum Profit der
wirtschaftlich Leistungsfähigsten.

Alle diese Probleme stammen aus politischen Fehlern,
gesellschaftlichen Problemen und dem Versagen der
Finanzmärkte.

Freie Wechselkurse bestrafen expansive Geld- oder Fis-
kalpolitik von Nationalstaaten. Unerfahrene oder sogar
fehlende Finanzaufsicht führen zur Selbstzerstörung von
Märkten und Finanzkrisen.

Unsicherheit, fehlende Markttransparenz, Informations-
mängel und panisches Herdenverhalten von Spekulanten
führen zu Finanzkrisen trotz starker staatlicher Anpassung
an die freien Marktkräfte.






Elmar Altvater
Wem nützt die Globalisierung?
- Märkte, Institutionen, Regelungsbedarf - Einige Thesen